Die Weimarer Wohnstätte auf dem Weg vom Rasen zur Blühfläche

… denn abends zirpen die Grillen ganz wunderbar

Freitag, 28. Juli 2023

Der Artenschwund in der Kulturlandschaft ist dramatisch und das Insektensterben in aller Munde. Das hat viele Menschen aufgerüttelt, sich für den Erhalt der Artenvielfalt einzusetzen.

Die Weimarer Wohnstätte GmbH hat auf ihren Grundstücken in der Gutenbergstraße 13-15 und 43-45 im März dieses Jahres begonnen Blühflächen anzulegen. Sie startet damit ihr ganz eigenes Experiment, der zurückgehenden Artenvielfalt an Wildblumen, Kräutern und Insekten entgegenzuwirken. Durch die Anlage von kräuterreichen Blühflächen in der Stadt sollte ganzjährig, neben einem attraktiven Anblick, ein umfangreiches Nahrungsangebot für Vögel, Insekten und kleine Säugetiere geschaffen werden. Aber wie wird dann die Realität aussehen? Ungepflegt oder schön? Werden Mieter solche Veränderungen gutheißen? Viele Fragen, viel Skepsis begleitet das Thema Blühwiesen in Städten. Was am Feldrand für nützlich und schön befunden wird, muss nicht zwingend auch in der Stadt auf breites Gefallen treffen. Adjektive wie „ungepflegt“, „verlottert“ oder „faul“ sind im Zusammenhang mit innerstädtischen Blühwiesen keine Seltenheit.

Frau Uta Hampf, Gebäudemanagerin Team Altbau der Weimarer Wohnstätte und mit dem Projekt Blühwiese betraut, berichtet: „Wir freuen uns sehr, unser Plan ging auf. Auch nach der langanhaltenden Trockenheit in den vergangenen Wochen blühen hier jetzt Gräser, Blumen und Kräuter. Im letzten Jahr gab es nach den langen Trockenperioden nur braune, vertrocknete Rasenflächen. Und bei unseren Mietern kommen die neuen Blühwiesen auch gut an.“

Eine Mieterin aus der Gutenbergstraße, schrieb Folgendes an die Wohnstätte: „Jeden Tag erfreue ich mich an der herrlich bunten Blumenwiese, die die Weimarer Wohnstätte hinter unserem Haus angelegt hat. Jetzt haben wir hier einen tollen Lebensraum für Insekten, Igel usw. und abends zirpen die Grillen ganz wunderbar.“

Es lässt sich demnach gut an. Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter der Wohnstätte sind gespannt, wie sich ihr Experiment weiterentwickelt und denken bereits über eine Ausweitung des Projekts nach. Im Sinne der Natur gilt also:

Bewundern wir die Artenvielfalt und gönnen wir den Tieren und Pflanzen einen Platz in unserer Stadt!

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