VANDALISMUS - Weimarer Wohnstätte verzeichnet jährlich hohen Schaden

Wohnstätte informiert

Mittwoch, 24. Januar 2024

Jeder kennt es: Eine Hauswand wurde beschmiert, ein Mülleimer weggetreten oder ein Briefkasten gesprengt. Bewusste und doch sinnlose Zerstörung oder Beschädigungen: „Vandalismus“
Der Begriff entstand in Anlehnung an den ostgermanischen Stamm der Vandalen. Diese sind quer durch Europa gezogen und haben im Jahr 455 Rom geplündert. Jedoch war ihre Zerstörungswut keineswegs blind und sinnlos, sondern systematisch und Teil ihres Beutezuges. Dennoch hat sich der Begriff gehalten und steht für sinnlose Zerstörung.

Die Weimarer Wohnstätte GmbH verzeichnet jährlich hohe Vandalismus-Schäden, Graffiti inklusive. Im Jahr 2014 belief sich die dadurch verursachte Schadenssumme im Unternehmen noch auf ca. 46.000 Euro. Im Jahr 2015 waren es schon 62.000 Euro. Für 2023 gibt es noch keine abschließenden Zahlen. Das Unternehmen rechnet jedoch bereits, wie in den Jahren 2021 und 2022, mit Schäden zwischen 80.000 und 90.000 Euro.

Vandalismus hat viele Facetten und die unterschiedlichsten Auslöser. Vom Kaputtmachen über Schmierereien bis hin zum Umweltvandalismus, bei dem Felder, Land und Wälder zerstört werden. Schulen gehören zu den Paradebeispielen des Vandalismus. Nur wem nützt es, wenn in einer schick sanierten Schule die neue Toilettenanlage abgebrannt wird? Wer findet es cool, mit ganzen Toilettenpapierrollen für Verstopfungen und Überschwemmungen zu sorgen? Stehen Schüler von heute auf den Ekelfaktor beim Besuch der Schultoilette?

Katja Scholz vom Team Sozialimmobilen der Weimarer Wohnstätte zum Thema Vandalismus an Schulen: „Ich freue mich immer, wenn es bei der Sanierung unserer Schulen vorwärtsgeht. Aber dann, wenn ich denke: »toll, wieder was geschafft, sieht super aus«, kommt jemand und macht es kaputt. Weder ich noch mein Team hat dafür Verständnis. Im Gegenteil, wir sind manchmal echt stinksauer. Wozu so viel Anstrengung für Menschen, die es gar nicht wertschätzen? Es scheint, diejenigen kapieren nicht, dass auch wenn sie vielleicht nicht erwischt werden, sie dennoch die Zeche zahlen. Als kommunales Unternehmen investieren wir ausschließlich in Weimar. Bleibt bei uns weniger übrig, können wir nur weniger investieren.“

Laut Statistiken des Bundeskriminalamts werden viele Vandalismus-Taten von jugendlichen Straftätern und sogar Kindern begangen. Oft unter dem Einfluss des kollektiven Drucks einer Gruppe, wie z. B. die klassische Mutprobe, aber auch die Enttäuschung nach einer schlechten Note macht für den Zerstörer Sinn. Vandalismus bei Kindern und Jugendlichen betrifft alle sozialen Schichten und ist keineswegs nur auf schwierige soziale Strukturen zu reduzieren. Da Vandalismus eine Straftat ist, kann es für die Täter weitreichende Folgen haben. Katja Scholz vertritt jedoch genau wie viele Experten die Meinung, dass vor allem mit präventiven Maßnahmen dafür gesorgt werden sollte, dass es gar nicht erst zu kriminellem Vandalismus kommt und sagt: „Insbesondere Familien, Schulen und Vereine müssen sich wieder mehr auf die Wertevermittlung konzentrieren. Mitmenschen, aber auch investierter Arbeit, Ressourcen und Produkten Wertschätzung entgegenzubringen muss selbstverständlich sein.“

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